Beckett - FIVE Album Review
5.0Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)

FIVE, Four, Three, Two, One – *Blam*!

Der Startschuss für BECKETTs neues Album FIVE ist gefallen.
Wie bitte? Ihr kennt BECKETT nicht?
Asche auf Euer Retrohaupt, werte Leser!

Nein, nein, keine Sorge, nicht notwendig, Spaß bei Seite!
Mir ging es bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch genauso.
Und Mensch, habe ich da etwas verpasst, 80er Jahre Sound vom allerfeinsten!

Kaum drückt man auf die virtuelle „Play“ Taste, schon ist man mitten in den 1980er Jahren.
Na ja gefühlt zu mindestens, aber genau darum geht es doch bei Synthwave Musik:

Den Sound und somit das Lebensgefühl, den Zeitgeist des großartigsten Jahrzehnts aller Zeiten wieder aufleben zu lassen, einzutauchen in die schönen Kindheits- oder Jugenderinnerungen.

Und genau das versteht BECKETT auf´s Vortrefflichste.
Waren seine bisherigen Veröffentlichungen wie z.B. Retrograde oder PRIMETIME schon mehr als hörenswert (den aufgerufenen Preis übrigens auch), ist das nun vorliegende Album FIVE meines Erachtens nach, sein bestes Werk.

Um auf meine mittelmäßige Einleitung zurückzukommen, der Startschuss fiel genau genommen für die „Air Games´88“, den ersten Titel des Albums. Ein Lied das mich dermaßen an die guten, alten Summer-, Winter-, usw. Games erinnert, welche ich damals in den 80er und frühen 90er Jahren auf meinem Amiga 500 gespielt habe, dass ich schon im Netz auf der Suche nach einem Emulator und einer zünftigen Spielesammlung war!

Ebenso geht es mir mit dem folgenden Lied, „Play“, dass sich akustisch nahtlos anfügt und zusammen mit den ´84er, ´86er und ´88er „Air Games“ meinen neuen, persönlichen Amiga Sportgames Soundtrack bilden. Apropos ´84er und ´86er „Air Games“, ein Blick in BECKETTs vorangegangene Alben lohnt sich.

Auf Platz 3, aber alle mal Gold wert, folgt mit „We Can Get Down“ ein 1a Synthfunk, der zum Tanzen animiert und mit BECKETT höchstpersönlich und Rachael Jones ein ganz hervorragendes Duo zu bieten hat. Insbesondere wegen Rachael Jones toller Stimme und ihres beherzten Gesangs die mich vom Stil her ein bisschen an Patti LaBelle erinnert.

Anschließend biegen wir ab in die „North Avenue“, einem klassischen und authentischen Instrumental, das wie eine Synthwave Essenz ist. Wie eigentlich das ganze Album, um es schon einmal vorweg zu nehmen.

Nach kurzem Cruisen auf der „North Avenue“, lädt uns die großartige Rachael Jones auf „Spend The Summer With Me“ ein, den Synthwave Sommer mit ihr zu verbringen und für bleibende Erinnerungen zu sorgen. Klingt ganz gut, denkt ihr? Na dann hört erst recht mal in das Stück selbst!

Weiter geht’s mit „Partly A Miracle“, welches DIMH featured, der es versteht dem, auch als Instrumental sehr gefälligen, Lied durch seine Stimme und seinen A-HA´esquen Gesang das gewisse Etwas zu verleihen.

„Take It To The Dangerzone“ lädt wieder besonders zum Wackeln mit den Hüften ein und hat mit Oceanside85 eine weitere schöne Stimme zu bieten, welche ich mir gar nicht wegdenken möchte, da ihr Gesang die Melodie sehr gut ergänzt und ähnlich wie Rachael Jones dem ganzen etwas Drama und Herz verleiht. Muss man sich eigentlich auch gar nicht weg denken, denn es gibt ja noch die Instrumentalversion oben drauf.

Überhaupt muss ich sagen, von den beiden Damen gerne mehr!

Weiter geht’s mit „South Beach“, wo, ja, der Name Programm ist.
Nicht einmal jetzt, in der kältesten und dunkelsten Zeit des Jahres fällt es einem schwer, sich von den Klängen von „South Beach“ gedanklich eben an jenen, fernen Ort tragen zu lassen, mit all seinen Reizen, wie der ewig scheinenden Sonne, der warmen Luft, dem feinen Sand und den noch feineren Bikini Mädels…

Das letzte Lied des Albums heißt „Time Slides“ und ist der melancholischste Song des Albums, ein in sich sehr stimmiges und schönes Lied. Das entsprechende Gefühl werden die Meisten von euch Synthwave Jüngern wohl gut kennen. So schön in Musik umsetzen können es aber wohl nur die Wenigsten.

Aber hey! Es gibt ja BECKETT, der es uns mit seinem neuen Album FIVE leichter denn je macht, in der Zeit zurück zu reisen. Back to the Future, sozusagen.

So ganz war es das allerdings doch noch nicht, denn zu guter Letzt gibt es noch die Instrumentale von „Partly A Miracle“, “Spend the Summer With Me“ und „Take it to the Danger Zone“, sozusagen als kleines Schmankerl.

Konklusion: Ein ganz besonderes Synthwave Album, das den Sound und das Gefühl jener fantastischen Dekade perfekt, ich wiederhole, PERFEKT einfängt und das auf eine sehr vielschichtige und abwechslungsreiche Art und Weise, wie ich es so noch nicht gehört habe.

BECKETT ist auf jeden Fall einer der ganz Großen, das sollten wir entsprechend honorieren.
Ich bin jedenfalls unglaublich froh FIVE und BECKETT insgesamt für mich entdeckt zu haben. Summer´s gone, but BECKETT is here to stay. Unbedingt reinhören!

Beckett – FIVE Download/Stream

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Beckett – FIVE Tracklist & Highlights

1. AirGames ’88 | Feat. Luca Ricardo 04:41
2. PLAY | Feat. Simon Reynolds & Luca Ricardo 03:57
3. We Can Get Down | Feat. Rachael Jones & Luca Ricardo 04:31
4. North Avenue 04:42
5. Spend The Summer | Feat. Rachael Jones 03:57
6. Partly A Miracle | Feat. DIMH 03:53
7. Take It To The Danger Zone | Feat. Oceanside85 03:39
8. South Beach 05:35
9. Time Slides 06:34
10. Partly A Miracle – Instrumental Version 03:56
11. Spend The Summer – Instrumental Version 03:56
12. Take It To The Danger Zone – Instrumental Version 03:39

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