Herrlich wie das Leben doch manchmal so spielt. Da schreibt man gerade einen ganz anderen Post, bis der Posteingang klingelt. Neugierig klickt man sich hinein und stößt auf eine neue Scheibe. Das Cover hatte mir auf Anhieb gefallen, und so hörte ich auch gerne in das brandneue Album des niederländischen Künstlers Gheist hinein. Das Ergebnis? Erstaunlich: Grandioser 80s-Synthwave-Sound, der sich schnurstracks durch sämtliche Abwandlungen hindurch bewegt. Dabei wirkt das Album dennoch wie aus einem Guss, ist die meiste Zeit über treibend, vor allem aber 80s-Synthie-Atmosphäre pur.

Gheist hat sich hörbar von anderen Künstlern inspirieren lassen. Hier ein wenig Sellorekt/LA Dreams, da ein Quäntchen Dynatron garniert mit einer Prise Perturbator… und dennoch: Gheist hat seinen eigenen Stil entwickelt. Und so begeisterten mich nicht nur die rasanten Tracks, sondern vor allem auch die ruhigeren und ganz und gar von Beats befreiten Nummern wie „Advent“ oder „Derelict“, zwei Paradebeispiele für Achtziger-Film-Untermalung mit Tiefenwirkung.

Noch ein Anspieltipp zum Schluss? „Lodestar“ ist in gewisser Weise genau das, was ich mir unter dem Begriff Synthwave vorstelle.

Gheist – Harbinger Download/Stream

  • bandcamp

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