Heatwave - Back From The Future Album Review
3.4Gesamtwertung
Leserwertung: (9 Votes)

Heute unternehmen wir mit euch und Heatwave’s Album „Back From The Future“ eine kleine Zeitreise, zurück aus einer noch nicht abzusehenden Zukunft, in der die Synthesizer-Klänge einer längst vergessenen Zeit wieder aufgegriffen wurden. „Back From The Future“ versetzte mich gleichermaßen zurück in die Synthesizer-lastigen 80er, während die Atmosphäre doch diesen gewissen Hauch von (treffender Begriff:) Zukunftsmusik aufwies.

Zu Beginn des Albums finden wir uns mit „Below The Line“ inmitten eines Sturmes wieder, ggf. einem Strudel der Zeit, der uns direkt in die 80er der Zukunft mitnimmt. Denn alsbald sich der Wind legt, ertönen Sounds, die ich in gewisser Weise seit Ewigkeiten nicht mehr gehört habe. Schnell fällt mir auf, dass Heatwave’s Sound vertraut und doch neu ist. Die Melodie mag vielleicht wenig aufregend sein, doch ein gewisses „Miami Vice“-Feeling lässt sich nicht abstreiten. „Does Not Compute“ geht daraufhin einen etwas anderen Weg. Der Stil des Künstlers bleibt erhalten, während die Melodie mit anderen Sounds ins Ohr geht und durchaus etwas düster wirkt. Doch auch hier habe ich ein klein wenig das Problem, dass die Melodie an sich zu kurzlebig ist. Diese wiederholt sich zu schnell wieder, sodass auch diesem Track verhältnismäßig schnell die Puste ausgeht. „Driftmode“ ist deutlich langsamer als „Below The Line“ oder „Does Not Compute“, setzt aber erneut auf ähnliche Sounds. Allen voran der Vergleich zu „Does Not Compute“ bleibt hier nicht aus. Mir fehlt leider jetzt schon ein klein wenig die Abwechslung.

„Ancient Eyes“ darf daraufhin überraschen. Das etwa einminütige Intro des Tracks weiß sehr zu gefallen. Danach allerdings ist wieder dieses gewisse Loop-Feeling da. Insgesamt passiert zu wenig, Überraschungen bleiben weitestgehend aus. Ich habe mehr und mehr das Gefühl eine Mischung aus Synthwave und Deephouse oder Minimal-House zu hören.

Nun müssen wir ein klein wenig springen. Die weiteren Tracks bauen auf dem mittlerweile vertrauten Konzept auf, die Grundmelodie wiederholt sich in leicht abgewandelter Form hier und da. Ich würde „Back From The Future“ gerne einem neuen Genre zuordnen, dem Minimal-Synthwave. Die Tracks würden wunderbar in einem mit Rauch durchzogenen Club mit Neonbeleuchtung funktionieren. Die Tanzenden lassen die Melodien und Drums auf sich wirken, bewegen ihre Gliedmaßen im Rhythmus der Musik und schalten einfach einmal für mehrere Minuten vom Alltagsgeschehen ab. In dieser Hinsicht funktioniert „Back From The Future“ sehr gut.

Schließlich endet das Album mit dem düster-treibenden Track „Starfight“, der mit seiner wummernden Bassline wahrlich perfekt in den zuvor beschriebenen Club passen würde. Zusammenfassend ist „Back From The Future“ kein klassisches Synthwave-Album, sondern vielleicht wirklich etwas aus einer dystopischen Zukunft, das seine Fans allerdings erst noch finden muss. Ich empfehle demnach allen Synthwave-Fans hineinzuhören und allen voran die Sounds über längere Zeit auf sich wirken zu lassen.

Heatwave – Back From The Future Download/Stream

  • bandcamp

Heatwave – Back From The Future Tracks/Rating

TracksLängeRating
1. Below The Line06:39
2. Does Not Compute04:20
3. Driftmode04:00
4. Ancient Eyes06:30
5. 2087 AD04:02
6. The Chase06:38
7. Riptide04:20
8. Joyride04:39
9. That Girl03:31
10. Starfight04:40

2 Responses

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

Send this to a friend