Arcade High - Kingdom Album Review
4.5Gesamtwertung
Leserwertung: (3 Votes)

Das Album „Kingdom“ stand vor einigen Tag mit dem Track „Cool Inc.“ via Bandcamp in den Startlöchern. Nachdem ich das Album über die Tagsuche fand, hörte ich mir „Cool Inc.“ mehrfach an. Und um ehrlich zu sein war das mehrmalige Anhören auch dringend notwendig, da mir „Cool Inc.“ zwar gefiel, mich anfangs aber nicht vollends überzeugen konnte. Doch mit jedem weiteren Durchlauf gefiel mir der Track besser und besser.

Das Album „Kingdom“ erzählt eine spannende Geschichte, worauf auch das großartige Cover von Derek Rudy bereits hinweist. „Kingdom“ lässt hinter die Kulissen einer eintönig gewordenen Welt blicken. „Kingdom“ führt in ein Königreich der Gefühle voller mitreißender Melodien und verführerischen Lyrics.

Der titelgebende Intro-Track „Kingdom“ täuscht in den ersten Sekunden links an, stürmt aber dann direkt durch das Trommelfell in den Kopf. Die Melodie entfaltet nach und nach ihre volle Wirkung und die absolut einprägsamen Lyrics gefallen durch ihre überraschenden Tonlagen beinahe noch mehr. Und als wäre das nicht schon genug, prägen die zahlreichen, wunderbar eingearbeiteten Arcade-Sounds das stimmige Gesamtbild. Der daraufhin folgende Track „Badlands“ ist unglaublich unterhaltsam und regt damit zum steten Mitwippen der Beine an. „Badlands“ überrascht zudem mit den wenigen letzten Sekunden, einem Outro der besonderen Art. Toll gemacht!

„Phone Lines“ entstand in Zusammenarbeit mit Hayley Stewart, die ihre wundervolle Stimme in einen beinahe schon perfekten 80s-Track einbringt. Der darauf folgende Track „The Quest“ ist Romantik pur und gleichzeitig auch nicht – eben etwas ganz besonderes, so wie das Album an sich.

Mit „In the Dark“ durchlief ich einen dunklen Wald voller Gefahren, die Furcht im Nacken, Zuversicht und Hoffnung im Geist. „In the Dark“ ist eine gelungene Abwechslung und gleichzeitig auch ein toller Abschnitt innerhalb der hier geschaffenen akustischen Geschichte. Daraufhin folgt der anfangs erwähnte Track „Cool Inc.“ in all seiner sich langsam entfaltenden Pracht.

„Trace the Map“ spielt wie der Track „Kingdom“ auch mit den Lyrics, indem stark und beständig am Tonhöhenregler gedreht wird. So entsteht eine ganz spezielle Atmosphäre, die beinahe schon zum lauten Mitsingen anregt, vor allem aber eine geradezu kindliche Freude erweckt. „Full Hearts“ wirkt wie der notwendige Adrenalinschub nach zuviel Ruhe, der sich letztendlich als die scheinbar perfekte Symbiose aus Synthwaves, Arcade-Sounds und Robot-Lyrics herausstellt.

„Ghost Council“ hat mir alleine von der Grundstimmung her ganz besonders gefallen. Die Melodie ist großartig und die Lyrics harmonieren wunderbar mit dieser. Ein großartiger Track – mein Highlight des Albums!

„Home“ ist nicht nur der letzte Track des Albums, sondern auch eine Art Ankunft am Ziel, das noch einmal sämtliche Register zieht. „Home“ ist sehr abwechslungsreich und dadurch so herrlich aufregend und motivierend.

Zusammenfassend ist „Kingdom“ von Arcade High ein absoluter Querläufer unter den Synthwave-Alben, gerade deshalb aber nicht speziell, sondern speziell gut. „Kingdom“ muss man öfter gehört haben um es zu lieben. Wenn es dann aber soweit ist, findet sich in jeder zukünftigen Playlist mindestens ein Track aus dem Album wieder.

Arcade High – Kingdom Download/Stream

  • bandcamp

Arcade High – Kingdom Tracks/Rating

TracksLängeRating
1. Kingdom04:05
2. Badlands04:03
3. Phone Lines (feat. Hayley Stewart)04:13
4. The Quest03:21
5. In the Dark03:42
6. Cool Inc.03:52
7. Trace the Map03:43
8. Full Hearts03:13
9. Ghost Council03:40
10. Home05:18

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