Back To 84 - Reach For The Sky Album Review
4.5Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)

Neues aus dem Jahr 1984! Back To 84 meldet sich zurück, mit seinem bereits dritten Album namens „Reach The Sky“. Leider haben wir von TL80s keine Zeit gefunden eine ausführliche Kritik für das vorangegangene Album „Into The Night“ zu schreiben, was den geneigten Leser aber nicht davon abhalten sollte einmal hinein zuhören.

Heute allerdings soll es ganz hoch hergehen – sky´s the limit – sozusagen.
Schon das Titelbild des schon einige Wochen alten Albums verspricht feinste „Top Gun“ Ästhetik. Für mich, der sich schon seit den 80ern für die Fliegerei und insbesondere für Düsenjäger begeistert und „Top Gun“ mehr als einmal gesehen hat, ist das natürlich ein Leckerbissen. Das ausgewählte Motiv ist sogar so gut, das ich erst nach mehrmaligem Hinsehen entdeckte, dass die F-14 nicht im Tiefflug ist, sondern über das Wolkenmeer gleitet. Ein großartiges Foto, dass Matias alias Back To 84 ausgewählt hat.

Produkte von Amazon.de

Um es gleich vorweg zu nehmen, der Inhalt hält was das Cover verspricht, Top Gun Athmosphäre vom Feinsten.
Schon zum Start gibt Back To 84 vollen Schub mit „Dancing with Danger“, einem Lied bei dem ich es jedesmal auf´s Neue bereue nicht zur Luftwaffe gegangen zu sein um durch die Wolken zu düsen. Dancing with danger im Eurofighter, das wär´s!
Sei es drum, wir haben ja unseren geliebten Synthwave und TL80s, da werden alle 80er Jahre Träume fast von alleine wahr, ich fühle mich jedenfalls jetzt schon wie Maverick.
So auch hier, ein treibender Uptempo Beat, garniert mit feinsten Synthfanfaren und einer coolen Bassline, beschleunigt uns in Null Komma nix in die Wolken.
Auf Betriebshöhe, irgendwo zwischen zehn und zwanzig Kilometer angekommen, nehmen wir ein wenig Schub raus und cruisen über die „City Lights“ hinweg, auf zur United States Navy Fighter Weapons School, den Meisten wohl besser bekannt als Top Gun.

„Hearts on The Run“ empfängt uns gebührend, ehrenhaft und mit freudiger Spannung. Die Synths, der Hall, hier kommt etwas Großes auf uns zu, aber wir sind die Besten der Besten. Wir erreichen jedes Ziel. Im Hintergrund schwingt aber noch mehr mit, Auftritt der hübschen Instruktorin Charlie. Erinnert ihr euch eigentlich noch an die legendäre Barszene? Falls nicht, here you go:

„Summer Magic“ jedenfalls scheint Mavericks zweitem Interesse, der guten Charlie entsprechend zu sein, lieblich. Diese Lieblichkeit ist aber schnell wieder vorbei, „Alone Tonight“ ist dramatisch cool. Epische Synths die geradezu Call & Response mäßig angelegt sind. Fokussierung, Maverick und Goose wollen Top Gun schließlich als beste Crew absolvieren.
Aber: Konkurrenzkampf, Duell auf höchstem Niveau, an die Grenze gehen fordert oft sein Tribut.
So auch bei unserem Helden Maverick. Auf Übungsmission passiert es. Der von seinem Ego beherrschte Maverick gerät in Panik, die F-14 außer Kontrolle, Notausstieg, das Flugzeug stürzt ab, Goose stirbt. „When Pink Turns To Blue“.
Schwere Selbstzweifel plagen unseren Helden. Wäre er nicht in Panik geraten, hätte er das Flugzeug abfangen können. Durch seinen Fehler ist sein bester Freund ums Leben gekommen.
Er denkt daran aufzuhören, Top Gun an den Nagel zu hängen.
Aber kein Held der 80er gibt einfach auf, so auch Maverick. Wir sind „Soul Survivor“ und Aufgeben ist keine Option. Ärmel hochgekrempelt, Aviator Sonnenbrille auf und ab in die Schlacht. Für den Sieg, für Goose!

„The Last Time“ macht ernst, düster-dramatische Atmosphäre, unser Held ringt um den Sieg gegen die feindlichen MIG. Der erste Luftkampf F-14 gegen MIG 28 ist unausweichlich. Sekunden werden zu Stunden, Minuten zu Ewigkeiten. Wärmesuchraketen, Bordkanonen, jedes erdenkliche Flugmanöver kommt zum Einsatz. Wie auch im richtigen Leben harte Arbeit, Disziplin, der Glaube an sich selbst und, ja, das nötige Quantum Glück, bringen den gewünschten Erfolg. Sieg auf ganzer Linie, die MIG´s sind entweder vernichtet oder auf dem Rückzug!

Mit „Empty Beach“ nähern wir uns auch schon dem Ende unseres Kopfkinos und können uns verdienterweise von wohligen, harmonischen Sounds entspannen lassen und das Happy End genießen, bevor die Rolling Credits daher flimmern und mit „Keys To The City“ den richtigen Schlusston setzen, sodass wir unsere F-14 wieder in den Hangar bringen.

Wer auf Retrosynthwave steht ist hier richtig. Wer auf Top Gun steht auch. Und wer guten Synthwave zu schätzen weiß, sowieso. Meine Empfehlung!

Back To 84 – Reach For The Sky Download/Stream

  • bandcamp
  • amazon
  • itunes
  • spotify

Back To 84 – Reach For The Sky Tracklist & Highlights

1. Dancing With Danger 03:52
2. City Nights 04:39
3. Hearts On The Run 05:40
4. Summer Magic 04:13
5. Alone Tonight 04:51
6. When Pink Turns To Blue 03:47
7. Soul Survivor 05:47
8. The Last Time 04:49
9. Empty Beach 03:32
10. Keys To The City 03:41

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

Send this to a friend