Hollywood Burns - First Contact EP Review
4.6Gesamtwertung
Leserwertung: (2 Votes)

Ihr kennt diese alten UFO-Melodien? Ein schwirrender Synthesizer-Klang, der sich durch die hohen Töne mitten in das Gehör und hin zu den Gänsehaut-Synapsen bewegt? Genau dieser ist, unter anderem, Bestandteil dieser EP mit dem aussagekräftigen Titel „First Contact“. Hollywood Burns begeistert dabei gleichermaßen mit Mystery-gruseliger Atmosphäre und äußerst genialen Solos.

„Black Saucers“ beginnt wie ein Rockkonzert, trifft dann auf die nächstbeste fliegende Untertasse und kehrt unmittelbar zurück zu einem Solokonzept, das sich nicht nur durch mehrere Tracks dieser EP zieht, sondern einfach nur unheimlich viel Spaß macht. Der Track ist treibend und bietet eine wohl einzigartige Kombination aus Mystery-Stimmung und packendem Rockkonzert, selbstredend unterlegt mit Synthesizer-Klängen und einem packenden Beat. Auf diese prägnante Einstimmung folgt mit „Californian Nightmare (feat. Olivier Marechal)“ ein Track, der direkt darauf aufbau, die Melodien weiter ausarbeitet und dabei etwas gechillter an die ganze Sache geht. Dennoch gefallen auch hier einmal mehr die Atmosphäre und die Solos.

„Cult of C.“ legt mit seinem Mittelteil noch einmal eine Schippe „Scaryness“ drauf. Der Track macht durchaus Gänsehaut, sodass man sich beinahe schon paranoid umsieht, ob nicht irgendjemand oder irgendetwas hinter einem steht. Der darauffolgende Track „Burn Hard (feat. Volkor X & Florent Gerbault)“ ist ein ganzes Stück „angenehmer“, wenn man denn so sagen will. Der Mystery-Faktor wurde ein wenig zurückgeschraubt, die Melodien bewirken ungewohnte Schwingungen in der Hüftregion. „Burn Hard“ ist wie eine lange erhoffte Auszeit nach zu vielen Verschwörungstheorien.

„Enter the Yakuza Club“ macht seinem Titel alle Ehre. Durch die hier eingesetzten Klänge fühlte ich mich schnell in diese Szenerie hineinversetzt. Der Sound ist sowohl hart und schmutzig, als auch östlich angehaucht. In Sachen „Scaryness“ verfolgt einem dieser Track auf seine ganz eigene Art und Weise: Ein wenig vom Alien-Entführung-Schema weg, hin zu den Gefahren der Menschheit.

Mit „Came to Annihilate“ endet die EP mit den Worten: „Back to the roots“. Die gruseligen Sounds sind allesamt wieder da, die Melodie dahinter ist neu. Ganz besonders begeisterte mich dieser Track ab etwa 3:34 Minuten, wenn er dann auf eine Art „Men in Black“-Melodie setzt, diese mit den Armeen der Dunkelheit vermischt und letztendlich wieder klangvoll die fliegende Paranoia über einen hinwegsausen lässt. Hollywood Burns‘ „First Contact“ EP ist äußerst unterhaltsam, klingt insgesamt großartig und setzt die Mystery-Thematik sehr gelungen um. Damit ist die EP definitiv eine Empfehlung wert, sowohl für Synthwave-Fans, als auch all jene, die Synthwave-Soundtracks ala Ron Cannon geradezu verzehren.

Hollywood Burns – First Contact Download/Stream

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Hollywood Burns – First Contact Tracks/Rating

TracksLängeRating
1. Black Saucers03:22
2. Californian Nightmare (feat. Olivier Marechal)04:17
3. Cult of C.06:06
4. Burn Hard (feat. Volkor X & Florent Gerbault)05:36
5. Enter the Yakuza Club05:16
6. Came to Annihilate06:25

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