NIGHTRUN87 - Nightwolf: Survive The Megadome
4.3Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)

Was habe ich in den letzten Tagen so alles gemacht? Nun, erst einmal relativ wenig auf TL80s geschrieben. Schande über mein Haupt. Dafür allerdings: Sehr viel gearbeitet, mich intensiv um meine Familie gekümmert, viel Musik gehört (von Synthwave über Soundtracks bis hin zum Schni-Schna-Schappi) und und und.

Zurück zu dem Part, bei dem ich viel Musik gehört habe, allen voran den Minuten, in denen Synthwave in meine Gehörgänge strömte. Da war unzählige aktuelle Releases an der Reihe, aber auch ein paar coole Klassiker oder tatsächlich Synthwaves aus den 80s, beispielsweise in Form vom Captain Future Soundtrack. Neben Captain Future konnte mich allerdings eine Scheibe ganz besonders begeistern. Dabei handelt es sich um das Album „Nightwolf: Survive The Megadome“ von NIGHTRUN87, das nicht etwa mit Beständigkeit, sondern vielmehr mit Abwechslung zu trumpfen weiß.

Das Totenkopf-Cover täuscht dabei darüber hinweg, was das Album eigentlich beinhaltet. Einen äußerst interessanten Mix aus Retrowaves und modernen Elektro-Tönen. Mal schnell, mal langsam. Mal creepy, dann wieder melodisch perfekt. „Nightwolf: Survive The Megadome“ ist, der eigenen Beschreibung nach, der Soundtrack zum titelgleichen Videospiel. Ich selbst kenne dieses nicht, wurde nach dem Durchhören des Albums allerdings mehr als neugierig.

Wie gesagt, das Cover ist in diesem Falle nicht wirklich aussagekräftig. Ich möchte sogar behaupten, dass der Synthwave-Anteil überraschend hoch ausgefallen ist, während der vermeintliche Darkwave-Anteil in vielen Tracks nur partiell ertönt.

Mein Lieblingstrack aus Nightwolf: Survive The Megadome

„The Megadome“. Vom Titel her denke ich natürlich sofort an „Mad Max“ Teil 3, während der Sound, bzw. die eingesetzten Drums an eine Mischung aus Safri Duo’s gesammelten Werken und dem wohl spektakulärsten Disco-Track eines 80s-Filmes aller Zeiten erinnert, nämlich Don’t Go aus „Tango & Cash“.

Ja, es ist ein Soundtrack. Dementsprechend unterschiedlich sind die Tracks und Stile untereinander ausgefallen. Mal melodisch korrekt, dann wieder derb und unkorrekt. Ein gutes Beispiel für die schmutzigen, Drum-unterlegten Sekunden und Minuten stellt hier „I Am My Enemy“ dar. Es ist ein Soundtrack, ja. Tracks wie „Beyonds“ mit unter einer Minute oder „Voids“ mit knapp über einer Minute Laufzeit sind genau die Art atmosphärische Zwischenstücke, die sonst auch in Filmen oder eben Videospielen zum Einsatz kommen. Erwähnenswert hierbei: Der ursprüngliche Sinn eines Synthwave-Scores bleibt hierbei beständig erhalten, ganz im Sinne eines John Carpenter.

Nightwolf: Survive The Megadome Fazit

Dieses Album ist schnell, langsam, motivierend und deprimierend. Es ist die klangtechnische Verkörperung von dem, was Synthwave auch sein kann: Nicht nur die guten alten 80s aufgewärmt, sondern etwas themenbezogenes und aktuelles mit dem notwendigen Fünkchen Nostalgie. „Nightwolf: Survive The Megadome“ hat mich begeistert! Vielleicht nicht beim ersten oder zweiten Durchhören, doch diese Scheibe wächst wahrlich mit jedem Play. Von daher: Reinhören allein reicht nicht aus – „Nightwolf: Survive The Megadome“ muss man erlebt haben.

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NIGHTRUN87 – Nightwolf: Survive The Megadome Tracklist & Highlights

1. Nightwolf 03:08
2. Leftover Love (feat. Atian) 03:29
3. The Megadome 04:41
4. Beyonds 00:44
5. Nimrod 04:30
6. I Am My Enemy 03:17
7. Voids 01:25
8. Dawnbreaker 03:34
9. Charybdis 01:27

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