PatternShift - Vaskania Prime Album Review
4.8Gesamtwertung
Leserwertung: (2 Votes)

„Vaskania Prime“ ist genau das, was Christian Bruhn vor langer Zeit für die Zeichentrickserie „Captain Future“ schuf: Ein einzigartiges Sci-Fi-Klangkonzept, das auf ewig in den Ohren nachschwingen wird.

Was mache ich? Ich lobe gerne. Und zwar immer dann, wenn es jemand verdient hat. „Vaskania Prime“, bzw. PatternShift hat Lob verdient. Die Melodien auf diesem Album werde ich wohl nur schwer wieder los. Das ist Ohrwurmgarantie, das ist Retro-Sci-Fi pur. Doch nicht nur das, „Vaskania Prime“ lehnt sich an mehreren bekannten Melodien an, ohne diese jedoch schamlos auszuschöpfen. Vielmehr werden hier Kultmelodien, -serien oder -filme geehrt. Auch möchte ich diesen Soundtrack für einen imaginären Film nicht als 100% Sci-Fi betiteln. Vielmehr bewegen wir uns hier auf unzähligen Gebieten. So manch eine Melodie passt hervorragend in ein Neon-geschwängertes Detektivbüro, während die schnelleren Beats ganz locker ihren Platz in atemberaubenden Rennszenen gefunden hätten.

„Vaskania Prime“ ist Kopfkino pur. Man muss dieses Album mit mehreren Sinnen erleben. Während das Ohr für den Einstieg herhalten darf, folgen schon bald die Gedanken und Erinnerungen. Daraufhin beginnt man die aufsteigenden Emotionen mit Gefühlen und Sinneseindrücken zu verbinden. Die Augen zeigen längst erlebte Szenen wieder und der Mund formt Wörter und Sätze, in denen sich (Film-)Zitate wiederspiegeln.

„Alien Gaze“, einer der Tracks auf dem Album, die mich nachhaltig beeindruckt haben. Diese Atmosphäre, diese einzigartige Stimmung für sich, sowie die Stimmigkeit im Gesamtkonzept. „Vaskania Prime“ scheint aus einem Guss, auch wenn sich Score-Elemente und treibende Beats zu einem großen Ganzen vermischen. Ich liebe diesen Track und das Album für all die eingesetzten Synthesizer-Spezialitäten, die auf Alben anderer Künstler doch eher selten findet. Und wenn doch, dann ganz sicher nicht auf diese Art und Weise.

Neben „Alien Gaze“ ist „Tidal Resonance“ einer meiner bevorzugten Tracks und absoluten Anspieltipps. Was ihr hier findet ist einmalig und gleichermaßen vertraut. Diese Mischung macht die Tracks so gut. Fans des Genres und der 80er, bzw. noch früherer Jahrzente und die mit den hier verbundenen Filmen oder Serien, fühlen sich ab der ersten Minute wie zuhause.

„Low Gravity Judo“ beginnt und sofort musste ich an einen Track denken, der mir den Film „The Guest“ so richtig schmackhaft machte. Ich spreche hier vom Track „Hourglass“ der Kultband S U R V I V E. Dieses Gefühl hält den gesamten Track über an, wandelt sich nach den ersten Sekunden aber um in Überraschung und Verzückung. Letzteres darüber, dass man aus der (nahezu) 1:1 Bassline auch etwas völlig Neues schaffen kann.

Kurz und knapp: Synthwave-Fans mit einem Faible für Sci-Fi-Scores MÜSSEN hier zuschlagen. Ihr werdet selten ein derart geniales Album gefunden, geschweige denn gehört haben!

PatternShift – Vaskania Prime Download/Stream

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PatternShift – Vaskania Prime Tracklist & Highlights

1. Tidal Lock 04:54
2. Comet Bombardment 04:40
3. Alien Gaze 04:33
4. Two Rivers Flow 02:20
5. Tidal Resonance 04:54
6. Echoes Before Our Kind 03:28
7. Low Gravity Judo 04:53
8. Dream Exit 03:10
9. Reality Anchor 05:45
10. The Eternal Sun 04:18
11. Sublimate Into Clouds 05:09

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