Python Blue - Alias Album Review
4.3Gesamtwertung
Leserwertung: (1 Judge)

Im Augenblick kommt es mir so vor als würden Synthwave-Neuerscheinungen geradezu aus dem Boden sprießen. Und das „schlimme“ daran: Allesamt sind gut bis sehr gut! Neben dem mehr als chilligen „Atlas“ von FM-84 und dem abgespacten „Hyperion“ von Zombie Hyperdrive erschien zuletzt auch „Alias“ von Python Blue, das ich nun etwas genauer unter die Lupe nehme.

„Alias“ ist ein Album, das mich ganz besonders an alte Kultfilme wie „Tango & Cash“ erinnert. Der Sound ist dermaßen „New Retro Wave“, dass mir jedes Mal aufs neue ein wohliger Schauer über den Rücken läuft. Dabei erinnern die Tracks manchmal an Harold Faltermeyers Arbeit, aber auch an diverse andere Soundtrack-Künstler der 80er. Das beginnt schon mit dem titelgebenden „Alias“ sowie dem darauf folgenden „Iron Jacket“, die durch ihre Geschwindigkeit und Percussions dieses gewisse 80s-Actionmovie-Feeling geradezu heraufbeschwören. Doch das Album „Alias“ kann auch anders. „Low Profile“ ist bedeutend ruhiger, vermittelt Gelassenheit und Wohlbefinden. Mit „The Nightclub“ befinden wir uns inmitten eines solchen. Der Sound ist treibend, der Drum berührt Herz und Muskeln, der Kopf nickt unweigerlich mit. Das darauffolgende „Interlude – Anonymous Life“ hingegen bremst die Geschichte aus, versetzt in einen Zustand völliger Ruhe. „Spies“ dreht daraufhin schön langsam wieder auf. Dieses gewisse 80s-Soundtrack-Feeling steigert sich erneut in unerwartete Höhen – ich bin schlichtweg begeistert.

Hoch und runter – Geschwindigkeit und Stimmung. „Stealth Mode“ bremst erneut, fügt sich aber nahtlos in die hier erzählte, fiktive Geschichte eines nie erschienenen Actionfilms der 80er ein. Auch „Alone and Afraid“ hat diesen gewissen Faltermeyer-Touch, jedoch auf seine ganz besondere, eigene Art und Weise. Setzt euch eure Kopfhörer auf, schaltet für mehrere Minuten ab – „Alias“ ist wahrlich ein Gesamtkunstwerk, das zum Abschalten und Träumen einlädt.

Während „Revelation“ einen ruhigen und passenden Ausklang bieten würde, darf „Escape from Reality“ noch einmal zeigen, wo der Hammer hängt. „Alias“ ist wahrlich DER Soundtrack für einen Film der 80er, der nie erschienen ist. Das ist schade und großartig zugleich. Schade, weil ich den Film schon jetzt schmerzlichst vermisse, großartig, weil der „Soundtrack“ dennoch erschienen ist und von Anfang bis Ende zu begeistern weiß! Neben all den aktuellen Releases ist Python Blues „Alias“ ein absolutes Must-Buy!

Python Blue – Alias Download/Stream

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Python Blue – Alias Tracks/Rating

TracksLängeRating
1. Alias04:05
2. Iron Jacket04:19
3. Low Profile05:00
4. The Nightclub05:21
5. Interlude - Anonymous Life02:49
6. Spies04:45
7. Stealth Mode04:49
8. Alone and Afraid05:06
9. Revelation05:30
10. Escape from Reality05:25

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