Sequencer - Voyager Album Review
4.5Gesamtwertung
Leserwertung: (3 Votes)

Erst vor kurzem hatte ich im aktuellen Synthwave Overflow auf Sequencers „Voyager“ hingewiesen und dieses nicht zu Unrecht auf Platz 1 der Previews platziert. Heute möchte ich daher weitere Worte zu diesem großartig-abwechslungsreichem Werk verlieren.

„Voyager“ ist gleichermaßen Spacetrip und Synthwave-Trip. Sequencer reist zwischen unzähligen Welten, sowohl in Raumzeit als auch in musikalischer Richtung. So wechseln die Beats von schnell nach langsam und die Melodien von abenteuerlich nach entspannt. „Voyager“ ist Score und tanzbar zugleich. Dieses Album ist in gewisser Weise wunderbar. Es zeigt, wozu man „mit ein paar Keyboard-Tasten“ und Talent imstande ist.

Mit dem epischen Track „Time“ steigen wir in Sequencers Schöpfung ein. Der Track ist sowohl Trailer-Musik als auch Score für einen Weltraum-Film, der erst noch gedreht werden muss. Die Melodie ist mitreißend und ein einzigartiger Ohrwurm zugleich. Mit „Gargantua“ folgt Sequencer diesem Beispiel, ist allerdings deutlich nachdenklicher unterwegs. Am meisten hat mich dieses Thema an einen Track aus dem „Running Man“-Soundtrack erinnert, sowie an John Carpenters Werke.

„Probe“ konnte ich noch am ehesten der kultigen Serie „Captain Future“ zuordnen. Und vielleicht hatte Sequencer hier auch eine Art Hommage im Sinn. Wenn es so sein sollte – Glückwunsch, mehr als gelungen. Und wenn nicht, bin ich dennoch begeistert, da er mit Leichtigkeit den alten Sinn der Synthesizer-Musik eingefangen hat.

„Home“ klingt wie Heimat: Freundlich und nah. Ein Stück Liebe, stets erfreulich und dazu herrlich tanzbar. Auch „Frost“ schlägt in die Kerbe Heimat, doch natürlich wieder unvergleichbar einzigartig.

Mit „Adrift“ zauberte Sequencer den wohl düstersten und irgendwie auch schmutzigsten Track. Befänden wir uns nun in einem Film, stünde der Held an einem Scheideweg. Wen sollte er retten – wen sollte er aufgeben? Doch dann kommt der Lichtblick – eine Idee, wie er vielleicht alle und jeden retten kann. Mit diesen schlussendlichen Gedanken endet auch „Adrift“.

„Frequency“ ist der actionsreichste Track, der zudem von Danger höchstpersönlich stammen könnte. Zum Ende hin fühlte ich mich sofort in den „Furi„-Soundtrack zurückversetzt, bei dem Danger mit seinen epischen Melodien für „Inception“-Atmosphäre pur sorgt. Ich bin um ehrlich zu sein überrascht, wie nah sich beide Künstler hier kommen.

„Wake Up, Time To Die“ baut auf „Frequency“ auf, führt die härtere Gangart fort und zieht ebenfalls mit einigen von Dangers Werken gleich. Dies allerdings nicht minder überzeugend.

Der abschließende Track „Voyager“ ist ein wundervolles Happy End, wie man es aus Filmen wie „Interstellar“ kennen mag. Hier ist einfach alles wieder in Ordnung. Alle Strapazen hat man hinter sich gelassen, die Gefallenen werden für ihren Mut geehrt, die Familie wird umarmt, die Welt ist gerettet. Sequencers Spacetrip ist zu Ende, alles ist, wir starten das Album von vorne. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt, sind gefallen und haben uns wieder erhoben. Wir haben Filme vor dem geistigen Auge gesehen und wippten mit, immer dann, wenn der Beat einsetzte. Sequencers „Voyager“ ist ein fantastischer Einstieg in die Synthwave-Szene und wir hoffen, dass wir bald schon mehr von ihm zu hören bekommen.

Sequencer – Voyager Download/Stream

  • bandcamp

Sequencer – Voyager Tracklist & Highlights

1. Time (feat. Straplocked & Icarus) 04:39
2. Sequencer & Turrn – Gargantua 03:53
3. Probe 04:27
4. Home 04:06
5. Sequencer & FEAR – Frost 03:45
6. Adrift 445 (Interlude) 01:39
7. Sequencer & NightKhat – Frequency 03:59
8. Wake Up, Time To Die 04:33
9. Sequencer & Thunder Porpoise – Voyager 02:30

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