Ist es tatsächlich schon wieder soweit? Ein Synthwave-Overflow, ein Überblick über ausgewählte Releases der letzten Zeit. Ich habe in jede Scheibe bereits reingehört, allerdings nicht in dem Maße, als dass es für ein Review reichen würde. Immer: Eine Preview – eine Vorschau – ist allemal drin. Ich sage euch, was potentiell ein Kracher sein könnte, oder aber auch enttäuschen könnte.

Darknaut – Afterdark Machine

Es ist Darksynth und irgendwie auch nicht. Hier haben wir einen Künstler, der auf der Darksynth-Schiene mitzuschwimmen versucht, aber dennoch untergeht. Er geht unter in einer Mischuug aus Synthwave und modernen Elektro-Beats. Ich persönlich tue mich schwer dieses Album in irgendeinem Sub-Genre einzuordnen. Doch immerhin: Es macht auf seine ganz eigene Art und Weise Spaß! Der Beat ist fetzig und schnell, die Melodien irgendwo bei Scooter und Party platziert – kann man hören, muss man aber nicht.

Caspro – Kardasynth

Der nächste in der Reihe: Keine Ahnung wo ich das einordnen soll. Ja, natürlich ist es Synthwave, da über die Tasten-beladenen Werkzeuge erzeugt, ABER: Die Mischung aus Electronic, Synthwave und auch irgendwie Darksynth ist einen Quant zu speziell. Das Album an sich klingt toll, das muss ich jetzt schon einmal einwerfen. Dennoch: Es ist vielmehr zeitgemäßes Electro als rückblickendes Synthwave. Von den wahren 80s ist da nur wenig zu spüren.

Wie gesagt, ich muss dies als Abschluss bringen: Ich hatte meinen Spaß mit dem Album.

Straplocked & Ray Gun Hero – Stalemate

Straplocked im Cyberpunk-Modus! Dieses Album ist gut, zweifelsohne. Doch wusste es mich nicht so zu überzeugen, wie „First Strike„, das ich erst gestern reviewed habe. Was wir hier haben: Ein Videospiel in Tonform. Ja, wir haben die gewohnten Straplocked Gitarrenriffs. Ja, wir haben coole Beats und Melodien und dennoch, wir haben kein „First Strike“. Dieses Album ist gut und für Fans des Künstlers durchaus empfehlenswert. Mich persönlich hat es allerdings leicht enttäuscht, zumindest nach dem ersten (und zweiten) Reinhören.

Das letzte Album für heute…

Collapse Project – Crossing Lights

Collapse Project sagt von sich selbst: Wir machen u.a. „Hell Electro“. Nun denn, „Crossing Lights“ ist irgendetwas in der Art. Es ist kein Synthwave, wieder nicht. Und nur noch einmal zum besseren Verständnis: Synthwave ist und bleibt für mich immer noch die Kunst, die in den wahren 80s ausgeübt wurde. „Crossing Lights“ gibt sich Mühe und packt Lyrics als Bonus oder 80s-Style-Beschleuniger mit rein. Das klappt dann auch irgendwie, konnte mich aber leider nicht vollends überzeugen.

Heute gibt es 4 anstatt 6 Releases in unserem Synthwave-Overflow. Warum? Vielleicht weil mich keines dieser Releases wirklich abholen konnte. Ja, ich mag Electro, ich mag Synthwave und ich mag auch Darkwave, doch es liegt ganz klar an mir: Synthwave ist für mich, zumindest im Augenblick etwas, das mit nur einem Ton an die wahren 80s erinnert. Die Künstler dieser Releases geben hörbar ihr bestes und ich kann auch zweifelsohne jedes Album zum Reinhören empfehlen, doch die wahren 80s bleiben, zumindest heute, nahezu unberührt.

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